Wir sind ein katholischer Verband. Unsere Werte und unsere Motivation basieren auf dem christlichen Glauben. Wir engagieren uns aktiv in der Kirchengemeinde und leben unseren Glauben im Pfadfinden. Gemeinsam wollen wir die Welt ein Stück besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben. Dabei haben wir immer unser Ziel im Blick: ein friedliches Miteinander. Deshalb setzen wir uns für Gerechtigkeit und für eine gelebte Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Die DPSG steht auch Kindern und Jugendlichen aus anderen Religionen offen. Mit anderen christlichen und nicht-konfessionellen Pfadfinderverbänden sowie dem Bund der moslemischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD) haben wir freundschaftliche Beziehungen. Auf diese Weise reden wir nicht nur von Respekt und Toleranz, sondern wir leben diese Grundsätze auch – ganz unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Religion.

Volljährige Mitglieder können sich als Leiterinnen und Leiter engagieren. Sie betreuen und begleiten die Gruppen dauerhaft in kleinen Teams. Methoden und Grundlagen dazu lernen sie in der verbandseigenen Ausbildung und durch „learning by doing“. In den verschiedenen Modulen der Ausbildung werden die Leiterinnen und Leiter z. B. in rechtlichen und praktischen Themen wie Aufsichtspflicht und Erster Hilfe geschult. Darüber hinaus lernen sie, wie Kinder und Jugendliche aufwachsen, welche Bedürfnisse sie haben und wie sie in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit durch die Pfadfinder-Pädagogik unterstützt werden können. Natürlich ist auch der Schutz von Kindern und Jugendlichen ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung.

Am Klufthemd sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu erkennen. Es soll verdeutlichen, dass die soziale Herkunft keine Rolle spielt. Egal ob arm oder reich: Wir sind eine Gemeinschaft und alle sind gleich und gleichberechtigt. Zum Klufthemd gehören ein Halstuch in der Farbe der Stufe und ein Halstuchknoten. Hinzu kommen Kluftaufnäher der Stufen bzw. von Unternehmungen, z. B. Fahrten und Zeltlagern. Daneben benötigt jede Pfadfinderin und jeder Pfadfinder eine Isomatte und einen Schlafsack sowie wetterangepasste Kleidung.

Das Rüsthaus, unser verbandseigener Ausstatter, bietet die notwendige Ausrüstung an:

Pfadfinderinnen und Pfadfinder treffen sich in der Regel einmal pro Woche zur Gruppenstunde. Das Programm richtet sich nach den Wünschen und Interessen der Kinder und Jugendlichen und wird von ihnen selbst, unter Hilfestellung der Leiterinnen und Leiter, gestaltet. Hier wird gebastelt, gespielt und es werden gemeinsam Ausflüge geplant und durchgeführt. Die Gruppenstunden können sowohl draußen als auch in den Räumlichkeiten des Stammes stattfinden. Regelmäßig stehen auch Fahrten und Lager an. Gemeinsam mit ihren Leiterinnen und Leitern erkunden die Kinder und Jugendlichen Deutschland, Europa und die Welt und stärken hierbei das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe – beim Zelten, am Lagerfeuer und beim Erkunden der Umwelt. Seit 1962 veranstaltet die DPSG Jahresaktionen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Hierbei sammeln wir Geld für konkrete Projekte und setzen uns mit den Ursachen von Ungerechtigkeit und mit dem Leben junger Menschen auseinander. Auf diese Weise machen wir auch unser Umfeld und die Gesellschaft auf Probleme aufmerksam.

Kinder und Jugendliche kommen in der DPSG in Altersgruppen, den sogenannten Stufen, zusammen. Das macht die Selbsterziehung einfacher und fordert jede und jeden altersentsprechend. Innerhalb der großen Gruppe einer Stufe bilden sich Kleingruppen, um jedem die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen.

Für jede Gruppe gibt es eine altersspezifische Pädagogik:

Die Vorgruppe:

In der Bibergruppe (ab 4 Jahre) können kleine Kinder erste pfadfinderische Erfahrungen sammeln.

Die vier Stufen:

Wölflinge (6-10 Jahre) entdecken vor allem ihr alltägliches Umfeld und versuchen, es nach ihren Wünschen zu gestalten.

Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder (9-13 Jahre) suchen und erleben Abenteuer. Sie entdecken sich selbst und nehmen sich immer stärker als Mädchen und Jungen wahr.

»Wagt es!« ist das Leitbild der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (12-16 Jahre). Sie brechen aus ihrem Alltag aus, stecken sich Ziele und versuchen, diese zu erreichen.

Roverinnen und Rover (15-20 Jahre) treffen Entscheidungen für ihre Zukunft. Sie packen an und entdecken die Welt, andere Menschen und Kulturen.

Volljährige Mitglieder können in Teams die Gruppenleitung übernehmen.

Bei uns bekommt jede bzw. jeder die Möglichkeit, sich altersgerecht einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und die eigenen Stärken zu entdecken. Dies entspricht unserem pädagogischen Prinzip, das wir laufend weiterentwickeln. Es basiert auf einem einfachen Grundgedanken: Kinder und Jugendliche erziehen sich mit Unterstützung von Leiterinnen und Leitern selbst.Wir bieten ihnen den nötigen Freiraum dafür. Die Gemeinschaft in der Gruppe spielt dabei eine wichtige Rolle. Kinder und Jugendliche lernen nicht nur miteinander, sondern auch voneinander. Pfadfinden unterstützt die Entwicklung der sozialen Fähigkeiten und des Selbstbewusstseins, es eröffnet die Möglichkeit, sich in vielen Bereichen auszuprobieren. Gemeinsam entdecken die Kinder und Jugendlichen spielerisch ihre Welt, sowohl in den Gruppenstunden als auch während kleineren und größeren Fahrten und Unternehmungen.

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