Wandern, Denken, Zusammenwachsen – unser Herbst-Wanderlager in der Eifel
Wandern, Denken, Zusammenwachsen – unser Herbst-Wanderlager in der Eifel
Wandern, Denken, Zusammenwachsen – unser Herbst-Wanderlager in der Eifel

Am Montag der ersten Herbstferienwoche hieß es wieder: Rucksack packen, Wanderschuhe schnüren und los geht’s! Mit 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zog es uns in diesem Jahr zum Wanderlager in die Eifel.

Nach der Anfahrt machten sich die Gruppen gemeinsam mit ihren Leiterinnen und Leitern mithilfe eines Kooperationsspiels auf den Weg zum Zeltplatz Tiefenbachtal bei Simmerath. Dort angekommen hieß es erst einmal: Zelte aufbauen und Lagerplatz einrichten, bevor wir uns bei Tee und einer warmen Erbsensuppe aufwärmen konnten. Einen gelungenen ersten Tag ließen wir gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen.

Am Dienstagmorgen wurden die Gruppen in der Nähe des Rursees „ausgesetzt“ und machten sich auf den Weg Richtung Einruhr. Unterwegs mussten verschiedene Rätsel gelöst werden, um die nächsten Teile der Wanderkarte freizuschalten. Ob Sudoku oder Caesar-Verschiebung – hier zählte nicht nur Kondition, sondern auch Köpfchen. Der Weg führte entlang des Rursees zur Pleushütte, den Ruinen eines alten Bergwerks, weiter nach Seifenauel und schließlich durch das Tiefenbachtal zurück zum Lagerplatz.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Geschichte und Verantwortung. Wir besuchten das ehemalige NS-Ordenszentrum Vogelsang IP und nahmen an den Projekttagen „Grauzonen der extremen Rechten“ und „Ein Teil sein“ teil. In spannenden Führungen setzten wir uns mit Ausgrenzung, Haltung und Verantwortung auseinander – eine intensive, nachdenkliche, aber sehr wertvolle Erfahrung. Und eine, die gezeigt hat: Pfadfinden heißt nicht nur Abenteuer erleben, sondern auch Haltung zeigen.

Im Anschluss machten sich unsere älteren Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Rover sowie einige Leiterinnen und Leiter auf den Weg zur Trekking-Übernachtung. Mit Karte, Kompass, Planzeiger und nur einer Zielkoordinate bahnten wir uns unseren Weg durch den Nationalpark Eifel. Spät an der Plattform angekommen, bauten wir uns im Dunkeln aus Kohtenplanen und Seilen einen Shelter für die Nacht – der auch dringend nötig war, wie nasse Schuhe am nächsten Morgen belegten.

Währenddessen ließen unsere jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Tag am Lagerplatz gemütlich ausklingen – bei „Mein Pfadi kann…“, Cocktails und Döner. Kein schlechter Deal.

Am Donnerstag hieß es für die Trekking-Gruppe: zurück zum Lagerplatz finden. Aber auch alle anderen waren erneut auf Wanderungen unterwegs – bis das Wetter andere Pläne hatte. Einige Routen wurden kurzfristig angepasst, alternative Fortbewegungsmittel kamen zum Einsatz, und die gewonnene Zeit nutzten wir kreativ: Am Lagerfeuer wurde schauspielerisch aufgearbeitet, was die Eifel so alles zu bieten hat – darunter Begegnungen mit dem sagenumwobenen Fußmonster und Berichte von besonders kalten Nächten.

Viel zu schnell kam der Freitag. Gemeinsam wurden die Zelte abgebaut, das Material verstaut und der Rückweg zur Gaesdonck angetreten. Den Abschluss bildete ein letztes gemeinsames Essen in der Mensa – ein passender Ausklang für ein Lager voller Wege, Erlebnisse und Gemeinschaft.

Eines ist sicher: Die Eifel hat uns nicht so schnell wieder los.

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